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Caritas St. Theresia unterstützt den Mittagstisch für Wohnungslose
Drei Fragen an Marlene Beermann

Engagiert für Menschen am Rande

Wattenscheid, 13.10.2009, Ferdi Dick

Die Caritas-Gruppe der Gemeinde Sankt Theresia hat dem Mittagstisch für Wohnungslose an der Swidbertstraße gestern 350 Euro gespendet. Jener Betrag war bei der Kollekte am Caritas-Sonntag in Eppendorf zusammen gekommen.

Sie führen die Eppendorfer Caritas seit 21 Jahren und sind nun seit vier Jahren, erst im Dekanat, dann auf der Ebene der Großpfarrei engagiert. Wie schafft man das mit 71 Jahren?

Beermann: Sich ehrenamtlich zu engagieren, hält fit und lenkt von eigenen Wehwehchen ab. Alles, was ich bisher in Caritas an Kraft und Zeit investiert habe, ist um ein Vielfaches an Bestätigung und innerer Zufriedenheit zurück geflossen. Sorgen macht mir die Altersstruktur in unserem Verband. Es wäre schön, wenn sich auch jüngere Frauen bei uns engagieren würden.

Warum spenden Sie die Eppendorfer Caritas-Kollekte an den Mittagstisch?

Beermann: Unser kirchlicher Auftrag fußt auf der christlichen Botschaft ,Was ihr dem geringsten meiner Brüder getan habt, das habt ihr mir getan'. Dazu passt auch unserer Jahresthema ,Menschen am Rande – Menschen unter uns'. An der Swidbertstraße werden Menschen betreut, auf die dieses zutrifft. Ihnen gehört schon seit längerem unser Augenmerk und unsere Zuwendung.

Nun wird der Betreute Mittagstisch von der Diakonie getragen. Warum investieren Sie einen Teil Ihres Engagements in einen kirchlichen Mitbewerber?

Beermann: Ich betrachte kirchliche Basisarbeit, egal von wem sie geleistet wird, über die Grenzen der Konfessionen hinaus. Ich finde, gegenseitige Unterstützung ist ein Zeichen von gelebter Ökumene.

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