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Im Oktober 2010 und Januar 2011 absolvierten meine
Kollegin Frau Bauer und ich (Marianne Liebich; Kita- Leiterin) die
Ausbildung zum Drums- Alive- Instructor am Grönemeyer- Institut
Wirbelwind (Entwicklungszentrum für Prävention und Sportrehabilitation).
Die dort gemachten Erfahrungen begeisterten uns persönlich
und ließen uns erahnen, welche Möglichkeiten diese Form des Trommelns
Kindern eröffnet. Hier vermuten wir sehr gute Chancen die Fähigkeiten
der Kinder, sowohl im emotionalen Bereich (Verbesserung der
Impulskontrolle; Freude und Motivation in Verbindung mit effektivem
Training), als auch im motorischen Bereich (Koordination; Ausdauer u. ä.)
zu verbessern.
Deshalb strukturierten wir die wissenschaftliche
Begleitung eines Drums- Alive- Projektes wie folgt:
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Peter Wright (Technische Leiter des Projektes an der TU-
Chemnitz)koordinierte das Projekt in seiner Gesamtheit und sorgte dafür,
dass wesentliche Gesichtspunkte (Gruppengröße; sinnvoll aufgestellte
Messparameter u.s.w.) eingehalten wurden.
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Dr. Heiner Langenkamp (Sportwissenschaftliche Leiter der
Universität Bochum) war Ansprechpartner für uns und Dionysios
Gianopoulos (Sportlehrer mit der Ambition über dieses Projekt seine
Master- Arbeit zu schreiben) und stimmte mit uns die Korrektheit des
Testverfahrens und die Umsetzung der Kurse ab.
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Frau Bauer und ich bildeten drei Kindergruppen:
1)
6 Kinder im Alter von 5- 6 Jahren, mit unterschiedlichen „Handycaps“
(z. B. mangelnde Impulskontrolle; Koordinationsstörungen;
Konzentrationsstörungen; Schwerhörigkeit)
2)
10 Kinder im Alter von 5- 6 Jahren, die entweder ähnliche
Entwicklungsverzögerungen aufweisen, wie bereits oben genannt wurde, oder
aber motorisch und kognitiv sehr stark sind.
3)
10 Kinder im Alter von 7- 10 Jahren, davon zwei motorisch
und kognitiv sehr starke Kinder und 8 Kinder mit Problemen in der
Koordination und/oder der Impulskontrolle
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Die Eltern der Kinder wurden vor und nach dem Projekt zu
einer Informationsveranstaltung eingeladen und ausführlich informiert.
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Alle Kinder wurden nach dem Münchener- Motoriktest getestet
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Alle Kinder trommelten zwei mal pro Woche und dies vier
Wochen lang
( Instructor waren Ivo, Ulla Stahl und ich)
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Frau Bauer und ich entwickelten einen zusätzliche
Beobachtungsbogen, der während jeder Trommeleinheit von Frau Bauer mit
meiner Rücksprache ausgefüllt wurde. Hier achteten wir auf
Impulskontrolle; Konzentration; Koordination; Ausführung der Aufgaben;
Kreativität)
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Während der Trommeleinheiten fotografierten und filmten wir
die Kinder. Der Film wird in der nächsten Woche von unserer Grafikerin
zusammengeschnitten und alle beteiligten Kinder erhalten eine DVD dieses
Projektes.
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Innerhalb der zurückliegenden Woche erfolgte der
„Nachtest“, der noch ausgewertet werden
muss. Um die Ergebnisse differenzierter betrachten zu können, beschlossen
wir 10 weitere Kinder zu testen, die nicht trommeln werden, so dass
wir nach vier Wochen über diese Kontrollgruppe nach einer weiteren
Testung, besser den erzielten Effekt bewerten können.
Abschließend, unabhängig von den Ergebnissen bezüglich
eventueller Verbesserungen im motorischen Bereich, möchte ich unbedingt
folgende Aussagen unserer Kinder erwähnen:
„ Das Trommeln ist voll
gut!“ „ Noch
wieviel Mal schlafen, bis wir wieder trommeln?“
„ Danke, danke für diese schöne Trommelzeit!“
Trotz des Aufwands und der erhöhten notwendigen
Organisation, überwiegt die Freude, die während des Trommelns jederzeit
präsent war. Dadurch sind wir sehr motiviert weitere Drumms- Alive-
Projekte an den umliegenden Grundschulen (die sehr interesiert sind) zu
installieren und diese, wenn möglich, in Form einer Langzeitstudie,
wissenschaftlich zu begleiten.
Innerhalb unseres Kindergartens hat sich Drumms-
Alive einen festen Platz innerhalb unseres Alltags erobert. Sowohl Frau
Bauer, mit Ihrer Integrativgruppe, als auch ich mit allen anderen Kinder,
werden regelmäßig trommeln und die hier frei werdenden positiven
Emotionen genießen. |