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Nach oben Kirchenfenster Die Schutzpatronin Die Orgel

Die Orgel in der Kirche
St. Theresia in Eppendorf

20 Jahre Seifert-Orgel

Folgender Text wurde dem Programmheft zur Einweihung der Orgel entnommen.


Sehr geehrte Damen und Herren, 
Liebe Förderer unsere Orgel!

Mit Dank gegen Gott und großer Freude kann unsere Pfarrgemeinde die Einweihung ihrer Orgel ankündigen und Sie zur Teilnahme an der Feier herzlich einladen. Vier Jahre lang hat unsere Gemeinde gespart, haben die Verantwortlichen geplant und Verhandlungen geführt. Immer wieder wurden sie angespornt durch das große Interesse, das der Orgelbau in der Gemeinde gefunden hat. Mit großem Einfallsreichtum wurden Aktionen durchgeführt, die nicht unwesentlich zur Finanzierung des Werkes beitrugen, überraschend war auch immer wieder die große Opferbereitschaft, mit der Spender innerhalb und außerhalb des Orgelbauvereins ihren Beitrag geleistet haben. Nur so war es möglich, dass in diesen vier Jahren rund 90% der erforderlichen Summe des Kaufpreises von DM 285.000 aufgebracht werden konnten. Ihnen allen gilt unser herzlicher und aufrichtiger Dank.

Unser Dank gilt in besonderer Weise der Firma Romanus Seifert & Sohn in Kevelaer. Wir hatten immer das Gefühl, unsere Orgel bei ihr in guten Händen zu wissen. Und so ist es ihr gelungen, optisch ein Schmuckstück für unseren Kirchenraum und klanglich ein Meisterstück zu schaffen.

Mit der feierlichen Einweihung der Orgel möge das Lob Got­tes in unserer Gemeinde eine glückliche Bereicherung erfahren, ihr Klang möge die Herzen zu Gott erheben, den Ge­meindegesang beleben und die reichen Schätze sakraler Or­gelmusik der Gemeinde zugänglich machen.

„Die Freude an Gott ist unsere Kraft." (Neh. 8,10)

Für den Orgelbauverein: Karl Hallerberg 
Für den Pfarrgemeinderat: Ernst Diedrichs 
Für den Kirchenvorstand: Volkmar Benter 
Werner Greitemann, Pfarrer

Heinrich Peters, Pfarrer

Holzstraße 16 4630 Bochum 6

Im Auferstehungsamt der Osternacht 1990 erklang zum ersten Mal unsere neue Orgel in der Kirche. Im Mai 1990 wurde mit 4 Konzerten der Orgel-Festtage die Orgel voll in Besitz genommen. Ein Wunsch der Gemeinde. Der 1986 durch den damaligen Organisten, durch den Kirchenvorstand und den Pfarrgemeinderat erklärt wurde, ging in Erfüllung. 19 Register mit 116 Pfeifen aus Holz und 1098 Pfeifen aus Zinn kamen zum Klingen. Die Gemeinde freute sich über diese Orgel sehr.


Die Orgel

Die Orgel (griechisch „organon": Werk- zeug, Instrument) ist ein Tasteninstrument, bei dem die Pfeifen als Tonerzeuger durch komprimierte Luft (Orgelwind) zum Erklingen gebracht werden. Steht man vor der Orgel so sieht man lediglich den Pros­pekt, die Orgelfassade. Die Prospekpfeifen sind aber nicht die einzigen der Orgel; vielmehr befinden sich die 1.214 Pfeifen unserer Orgel im wesentlichen hinter dem Prospekt, im so- genannten Orgelgehäuse.

Die Orgel besteht aus folgenden Hauptteilen: Pfeifenwerk, Gebläse, Windladen, Traktur und Spieltisch.

Pfeifenwerk:

Es gibt zwei Arten von Pfeifen: Labial- (Lippen-) pfeifen (z. B. Prinzipale, Flöten usw.) und Lingual- (Zungen-)pfeifen (z. B. Trompete Posaune, usw.). Bei beiden Arten erzeugt eine schwingen- de Luftsäule einen Ton, jedoch auf verschiedener Weise.

Bei den Lippenpfeifen strömt der Wind durch die Kernspalte, bricht sich an der Kante des Obedabiums und bringt dabei die Luftsäule im Pfeifenkörper in Schwingung.

Bei der Zungenpfeife bringt der Wind zunächst ein federndes Metallplättchen (die „Zunge") in Schwingung, die dann auf die Luftsäule im Pfeifenkörper übertragen wird.

Das Pfeifenwerk unserer Orgel hat 19 Register. Unter Register versteht man eine Pfeifenreihe, die durch den gleichen Klangcharakter jedes einzelnen Pfeifentones eine Einheit bildet. Ein Re­gister hat so viele Pfeifen wie das Manual bzw. Pedal Tasten hat. Register wie z. B. die Mixtur lassen beim Druck einer einzelnen Taste 2 , 3. 4 oder mehr Pfeifen erklingen.

Gebläse:

Die Windversorgung geschieht über Gebläse, die Lunge der Orgel, in denen Druckluft, der Orgelwind, erzeugt wird, Winddruckregler und Windkanäle. Die Windkanäle leiten den Orgelwind vom Gebläse in den Windladen – breite hölzer­ne Kästen – auf denen die Pfeifen stehen.

Windladen:

Die Windladen, das Herzstück jeder Orgel, enthalten die mit den Tasten verbundenen Spielventile und die Absperrungen für ganze Pfeifenrei­hen, die mit den Registerzügen im Spieltisch verbunden sind und sind für die Tonansprache, Absprache und das reibungslose Funktionieren des Instruments von größer Wichtigkeit.

Traktur:

Die Traktur, die Verbindung von der Taste zum Pfeifenventil, besteht aus dünnen Holzleiten. Für seitliche Versetzungen dienen Wellen, für Umlenkungen Winkel.

Spieltisch:

Die Spieltisch vereint die Manuale sowie die Pedalklaviatur und die Registerzüge.

Schaut man vom Chorraum auf die Orgelbühne, so erkennt man zuerst das Rückpositiv in der Brüstung, welches mit seinen sieben Re­gistern vom 1. Manual der Orgel bespielt werden kann. Das rechte Orgelgehäuse beinhaltet die sieben Register des Hauptwerkes (2. Manual); die Pfeifen der fünf Pedalregister befinden sich im linken Orgelgehäuse.

Ferner enthält der Spieltisch die Koppeln. Die Koppeln erlauben, dass z. B. Register des 1. Manuals auf dem 2. Manual bzw. alle Register auf dem Pedal spielbar sind.

Prospekt:

  Eine Orgel soll nicht nur schön klingen, sie soll auch ein für das Auge wohlgefälliges Äußeres haben. Diese Aufgabe übernimmt der Prospekt. Im Falle unserer Orgel nimmt er, von Karl Renard in der Firma Seifert entworfen und unter fachlicher Beratung von Diözesanbaumeister Dr. Heinz Dohmen entstanden, die Bauformen unserer Kirche als Gestaltungselemente auf und fügt sich dadurch harmonisch in den Kirchenraum ein.  

Stefan Heskamp

Disposition:
I. Manual (Rückpositiv)
C - g'''

1.

Gedackt 8'

2. Flöte 4'
3. Quinte 22/3'
4. Prinzipal 2'
5. Terz 13/5'
6. Scharff 3f'
7. Cromorne Tremoto 8'

II.

Manual (Hauptwerk) C - g'''
8. Prinzipal 8'
9. Flöte 8'
10. Oktave 4'
11. Traversflöte 4'
12. Schwiegel 2'
13. Mixtur 4f'
14. Trompete 8'

III.

Pedal C - f'
15. Subbaß 16'
16. Oktavbas 8'
17. Gedacktbaß 8'
18. Choralbaß 4'
19. Fagott 16'

Normalkoppeln

insgesamt 1214 Pfeifen

Die Orgel verfügt über eine mechanische Spiel- und eine elektrische Registertraktur.

Herstellung:

Orgelbau Romanus Seifert  & Sohn, Kevelar

Disposition: Michael Elbers, Orgelsachverständiger des Bistums Essen Ralf van den Boom, Oberhausen
Prospektentwurf: Karl Renard in Fa. Sewifert
Fachberatung: Diözesanbaumeister Dr. Heinz Dohmen, Essen
Intonation: Joachim Lueg
Horst Urbanek in Fa. Seifert
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