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Sie
stehen fürs Miteinander: Dr. Wilhelm Beermann, Gerhard
Wittstein, Rita Kordt, Dietmar Schmidt (v. l.) Foto:
WAZ. Micke
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Pfarrei St. Theresia ist auf dem Weg zur
Filialkirche. Gemeinde-Gremien wollen mit Hilfe der Gemeinschaft
soviel wohnortnahes katholisches Leben wie eben möglich in
Eppendorf erhalten
Drangvolle
Enge herrschte gestern Mittag im großen Saal des Pfarrheims an der
Holzstraße. Die rund 3800 Seelen zählende Gemeinde St. Theresia
hatte ihre Pfarrversammlung erneut mit einem Neujahrsempfang
kombiniert. Auch zahlreiche junge Leute und Familien, für die eine
Kinderbetreuung organisiert war, nutzten die Veranstaltung für
einen engagierten Dialog über die Zukunft der katholischen Kirche
im Ortsteil Eppendorf.
Im
Zuge der Sparbeschlüsse des Ruhrbistums Essen wird St. Theresia spätestens
Ende 2008 nur noch "Filialkirche" sein. Dieser Umstand hat
entscheidenden Einfluss auf künftige Mittelzuweisungen und den
Personalschlüssel. Dabei sind sich Pfarrgemeinderatsvorsitzende
Rita Kordt, Kirchenvorstand Gerhard Wittstein und Dr. Wilhelm
Beermann, Vorsitzender eines vor neun Monaten gegründeten Fördervereins,
in einem wesentlichen Punkt einig: Durch gemeinsame Anstrengungen
soll an der Holzstraße soviel wie eben möglich vom wohnortnahen
Gemeindeleben erhalten werden. "Dazu brauchen wir vor allem
engagierte Menschen, dazu brauchen wir aber auch Geld", weiß
Wilhelm Beermann, der zahlreiche Jahre an der Spitze des deutschen
Steinkohlebergbaus gestanden hat. Der von ihm geführte Förderverein
zählt inzwischen 114 Mitglieder. Dazu Beermann: "Das ist für
den Anfang gut, aber an diese Zahl muss hinten eine Null dran, wenn
wir wirklich etwas bewegen wollen."
Dietmar
Schmidt, Dechant des in Auflösung befindlichen Stadtdekanates und
somit Administrator der Umstrukturierung, lässt am Ernst der Lage
keinen Zweifel: "Nichts wird sein, wie es einmal war. Es wäre
geradezu fatal, falsche Hoffungen zu wecken. Die Menschen müssen
lernen, viel mehr als bisher ihre Angelegenheiten in die eigene Hand
zu nehmen. Dabei ist die Gründung eines Fördervereins lediglich
ein Ansatz. Ich denke, dass da viele weitere Entdeckungen möglich
sind."
Für
Gerhard Wittstein ist klar: "Wir müssen vehement daran
arbeiten, die Köpfe der Menschen zu erreichen, damit in unserer
Gemeinde kein Porzellan zerdeppert wird, kein Riss entsteht."
"Dazu
brauchen wir vor allem engagierte Menschen."
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