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Seelsorger Dietmar Schmidt feierte 40-jähriges
Priesterjubiläum : Die "Kirche der
ganzen Welt" in St. Maria Magdalena
WAZ Wattenscheid, 31.01.2010, Rolf Schulte
Wattenscheid. Die "Kirche der ganzen Welt" passte am
Sonntagvormittag an den vergleichsweise kleinen Altar von St. Maria
Magdalena. So empfand es Dietmar Schmidt, Stadtdechant und Seelsorger in Höntrop
und Eppendorf.
Zur Feier seines 40. Priesterjubiläums hatten nicht nur der aus Togo
stammende Kaplan, Albert Akohin, den Weg ins Gotteshaus am Wattenscheider
Hellweg gefunden, sondern auch Propst Werner Platzen, Gemeindereferentin
Gertrude Knepper und Heinrich Hegemann, der für die Kirche in Brasilien
arbeitet. Ebenfalls am Altar: Pastor Heiner Wöstefeld von St. Marien,
„mit ihm bin ich schon vertraut seit der Zeit unserer Ausbildung”,
sagte der Jubilar in seiner Begrüßung – und gab das Mikrofon gleich
weiter an den „Überraschungsgast”, Dr. Hans-Werner Thönnes,
Generalvikar des Essener Ruhrbistums.
"Du setzt auf Wachstum"
Der ließ sich davon nicht „überfallen”, sondern unterstrich, dass
Schmidt gerne Menschen in die Gemeinschaft der Kirche aufnehme und vor
allem die Taufe immer sehr hervorgehoben habe. Warum? Thönnes gab selbst
die Antwort: „Du setzt auf Wachstum”.
Der Jubilar ging nur in wenigen Sätzen auf die Zeit vor 40 Jahren ein:
Als einer von sieben Diakonen sei er am 30. Januar vom damaligen Bischof
Hengsbach geweiht worden, „ich bin dankbar für 40 Jahre priesterlichen
Dienst.”
Dieses Jubiläum wollten am Sonntag viele mit ihm feiern: Die Kirche
war so voll wie sonst nur an hohen Feiertagen – selbst Stehplätze waren
knapp. Einen kleinen offiziellen Anstrich bekam die Messe durch die
Abordnungen von Bannerträgern, ansonsten blieb die Atmosphäre wohltuend
ungezwungen, und vermittelte einen ausgeprägten Gemeindebezug – nicht
zuletzt durch die vielen musikalischen Mitwirkenden.
Szenen der Lebendigkeit
Auf Gemeinde und Gemeinschaft ging Seelsorger Schmidt auch ausführlich
in seiner Predigt ein, unterstützt von einem Medium, dass es vor 40
Jahren so noch gar nicht gab. Auf einer großen Leinwand waren Fotos aus
dem kirchlichen Leben zu sehen: Gesichter, Schnappschüsse. „Das sind
Szenen der Lebendigkeit”, formulierte Schmidt, „die verdeutlichen,
dass es viele Berufungen und Dienste aneinander gibt.”
Ein Bild fügte sich ans nächste, um schließlich am Ende als Mosaik
den Kopf des gekreuzigten Jesus zu bilden, den die Höntroper Kirchgänger
am Kreuz über ihrem Altar sehen. „Gib dem Glauben dein Gesicht”,
forderte der Jubilar und verwies auf das letzte Bild: „Das finden wir
wieder, wenn wir uns einander ansehen.”
Diese Fotoreihe, so die Planungen, soll demnächst als Poster aufgelegt
werden. |