Verabschiedung von Pfarrer Msgr. Heinrich Peters am 11.11.2002

Die Verabschiedung unseres beliebten Pfarrers Heinrich Peters war mehr als ein für ihn begünstigender Verwaltungsakt. Es war die Verbeugung der ganzen Gemeinde vor einem Menschen, der mehr als 27 Jahre seine Gemeinde geprägt und begleitet hat.

Zum feierlichen Hochamt war die Kirche nicht nur voll, man kann, wie der Volksmund es ausdrückt, sagen: „Sie platzte aus allen Nähten“. Alle Anwesenden waren sich der Besonderheit dieses Gottesdienstes bewusst. Angeführt von den Fahnenabordnungen der Vereine, gefolgt von mehr als 40 Ministranten, zogen die Priester und unser Diakon gemeinsam mit Pfarrer Peters in die Kirche ein. Bei der Begrüßung durch unseren Pfarrer wurde wieder einmal seine Bescheidenheit deutlich. Begrüßte er doch alle Anwesenden zum 70. Kirchweihfest; kein Wort von seiner Verabschiedung. Der Kirchenchor und eine Solosängerin, von Orgelspiel und Geigen begleitet, gestalteten den festlichen Rahmen des Hochamtes. 

 

Die Moderation des sich anschließenden Festaktes hatte die Pfarrgemeinderatsvorsitzende Frau Rita Kordt übernommen. Nachdem Frau Kordt alle Anwesenden in der Kirche begrüßt hatte, wurde der Festakt eingeleitet 

 

Beginnen will ich mit dem Wort „Danke“.
Danke Pfarrer Heinrich Peters.
Es ist mir ein Bedürfnis, das schlichte Wort „Danke“ heute einmal ganz an den Anfang zu stellen.

Mit diesen Worten begann der stellv. Vorsitzende des Kirchenvorstandes, Herr Werner Schlochtermeier, die Laudatio. Anschließend kamen die Vereine und Gruppierungen der Pfarrgemeinde zu Wort. Besonders überrascht war unser Pfarrer, als Kinder des Kindergartens spontan in die Kirche einzogen um ihn mit einem kleinen Beitrag zu erfreuen. Ebenso konnte man seine Freude sehen, als auch der Kinderchor zur Verabschiedung kam, ein Lied vortrug, und ihn zum Ehrenmitglied ernannte. Nachdem der Wattenscheider stellv. Bezirksvorsteher Herr Schmalstieg, die evangelische Schwestergemeinde und eine Vertreterin der beiden Eppendorfer Grundschulen herzliche Worte fanden, wurden alle Anwesenden aufgefordert, im St. Theresia Heim noch ein paar Stunden der Begegnung und der Geselligkeit zu verbringen.

Hier nutzten die „Sechs Zylindros“, eine bekannte Gruppe im Pfarrkarneval, ihre Chance zu einem Auftritt. Da der Pfarrer in seiner Amtszeit auch als aktiver Karnevalist jedes Jahr die Bütt’ aufsuchte, war es für die Sänger selbstverständlich, mit Gerd Horenburg am Keyboard, am 11.11. den anwesenden Gästen einen Querschnitt aus den letzten 12 Jahren Zylindros vorzutragen. 

Ich weiß nicht, wann das Heim abgeschlossen wurde. Die Meinung aller Anwesenden war eindeutig. Es war eine herzliche, ungetrübte Verabschiedung.  

Wie hieß es da noch am Schluss der Laudatio?

 

So gilt es nun, dieses einmalige Werk zu erhalten und fortzuführen. Du wirst nun unsere Gemeinde verlassen. Wir aber freuen uns bei dem Gedanken, dass die Gemeinde, in der du als Priester in besonderem Dienst tätig sein wirst, ein kleines Stückchen von dem mitbekommt, was wir in den letzten 27 Jahren ganz allein für uns haben durften. Wir wünschen dir alles erdenklich Gute für deinen Ruhestand. Und wenn du, wie so oft, still im Gebet verharrst, dann denk manchmal an uns. Und wenn dann auf deinem Gesicht das bekannte Schmunzeln dieses, - wie hast du dich selbst genannt?- „dankerfüllten alten Knaben“ auftaucht, sind wir sicher, war im Sinne Gottes „alles gut getan“.

Werner Schlochtermeier